Onkologisches Zentrum

Behandlungsangebot

In unserem Onkologischen Zentrum am Klinikum Gütersloh haben wir ein Netzwerk von Spezialisten gebündelt, die sich ausschließlich mit der komplexen Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen befassen. Ziel ist es, Ihnen eine ganzheitliche und individuelle Versorgung anzubieten.

Alle Behandlungsstrategien sind dabei auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Auf dieser Grundlage erstellen die Fachärzte in der Tumorkonferenz Ihren individuellen Behandlungsplan. Sie werden zu jeder Zeit persönlich in die Planungen einbezogen.

Wir behandeln folgende Tumorerkrankungen

  • Darmtumore / Darmkrebs
  • Pankreaskrebs (Bauchspeicheldrüse)
  • Magenkrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Sonstige Gastrointestinale Tumore (Gallenwege, primäre Lebertumore u.a.)
  • Endokrine Tumore (Schilddrüsenkrebs u.a.)
  • Lymphom (Lymphdrüsenkrebs)
  • Leukämie (Blutkrebs)
  • Hämatoonkologische Systemerkrankungen (z.B. Plasmozytom)
  • Brustkrebs
  • Gynäkologische Tumore: Cervixkarzinome (Muttermundkrebs), Uteruskarzinome (Gebärmutterkrebs), Ovarkarzinome (Eierstocktumore), Vulvakarzinome (Scheidenkrebs)  und Vaginale Tumore
  • Prostatakrebs
  • Tumore am Hoden, Penis, Harnblase und der Niere
  • Muskuloskelettale Tumore (inkl. Weichteilsarkome)
  • Tumore der Lunge und des Brustfells

 

In unseren bereits zertifizierten Zentren behandeln wir

  • Gynäkologischen Krebserkrankungen
  • Brustkrebs
  • Darmkrebs
  • Prostatakrebs
  • Nierenkrebs

In der interdisziplinären Tumorkonferenz, bestehend aus Chirurgen, Onkologen, Hämatoonkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Internisten, Gynäkologen, Urologen, Pathologen, Psychoonkologen, niedergelassenen Ärzten, onkologischen Fachpflegekräften und weiteren Fachkräften wird ein Vorschlag für den individuellen Behandlungsplan unserer Patienten erarbeitet. Eine Tumorkonferenz ist somit das Kernstück der fachübergreifenden Behandlung einer Krebserkrankung. Im Klinikum Gütersloh sind drei interdisziplinär ausgerichtete Tumorkonferenzen etabliert.

  • Interdisziplinäre Tumorkonferenz (alle Tumore außer Brust und Prostata): Jeden Mittwoch ab 14:00 Uhr Klinikum Gütersloh im Konferenzraum der Gynäkologie im 3. OG
  • Tumorkonferenz Prostatakarzinom: Die posttherapeutische Konferenz findet regelmäßig am 2. Montag des Monats ab 19:45 Uhr in der pathologischen Praxis statt. Die prätherapeutische Konferenz findet regelhaft jeden Mittwoch um 15:30 Uhr im Anschluss an die Tumorkonferenz im Sitzungszimmer 3.OG statt.
  • Tumorkonferenz des Kooperativen Brustzentrum: Jeden Dienstag ab 7:30 Uhr, monatlich wechselnd im Klinikum Gütersloh (Konferenzraum der Gynäkologie im 3. OG) und im Sankt Elisabeth Hospital

 

Terminvereinbarung

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

Chefarztsekretariat Innere Medizin II, Hämatologie und Onkologie

Lena Baumhöer, Hannah Breitsprecher

Tel.: 05241-83 24302

 

Tumorkonferenz Prostatakarzinom

Chefarztsekretariat Urologie

Julia Rahmann

Tel.: 05241-83 24602

 

Tumorkonferenz Kooperatives Brustzentrum

Chefarztsekretariat Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Stefanie Langert-Seulen
Margarete Wilke

Tel.: 05241-83 24102

 

Datenschutzerklärung

Einwilligungserklärung Tumorkonferenz und interdisziplinäre Fallbesprechungen

Die Tumordokumentation ist die konsequente und vollständige Dokumentation jedes einzelnen onkologischen Behandlungsfalls. Durch unsere Tumordokumentarinnen werden alle tumorbiologischen Daten wie zum Beispiel die durchgeführten Therapien, Bestrahlung Operation, Chemotherapie aber auch das körperliche Befinden unserer Krebspatienten nachgehalten. Dafür muss jeder Patient eine Einverständniserklärung abgeben.

Die statistischen Ergebnisse aus den Daten ermöglichen es dem Onkologischen Zentrum und den Organzentren die Qualität der Versorgung in einem Benchmark (Vergleich) mit anderen Einrichtungen zu vergleichen. Diese Ergebnisse werden in den Qualitätszirkeln mit den kooperierenden Behandlungspartnern diskutiert und Maßnahmen abgeleitet.

Die statistische Auswertung spezieller Fragestellungen hilft die Versorgungsqualität in unseren Zentren zu sichern und weiter zu steigern. Zudem werden die Daten regelmäßig an das Krebsregister weitergeleitet. Die Ergebnisse fließen in die Forschung ein und tragen zum Fortschritt bei - davon profitieren wiederum unsere Patienten.

 

Ansprechpartner

Petra Bredenbröker

Tel.: 05241-83 24384

 

Was ist ein Krebsregister? Informationen in verschiedenen Sprachen

Krebsregister sind Einrichtungen zur Erfassung, Speicherung und Interpretation von Informationen zu Krebserkrankungen und davon betroffenen Personen. Krebsregister erheben Daten zur Häufigkeit und Verbreitung von Krebserkrankungen in der Bevölkerung.

Als Patient kann man der Meldung an das Krebsregister nicht widersprechen, man kann aber eine  Kontaktaufnahme für ein späteres Forschungsvorhaben ausschließen.

Es besteht eine Meldepflicht für Krebserkrankungen nach dem Krebsregistergesetz NRW. Wir Informieren Sie in Ihrem Klinikaufenthalt über die Datenerfassung und möchten Ihnen hiermit den Zugang zu weiteren Informationen erleichtern.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.krebsregister.nrw.de oder sprechen Sie unserer Tumordokumentation an.

Schmerztherapie bei Tumorpatientinnen und -patienten

ein Drittel der Menschen, die an einem Tumor erkranken, leiden bereits in einem frühen Erkrankungsstadium an Schmerzen. Im weiteren Verlauf steigt dieser Anteil noch.

Die Therapie von tumorbedingten Schmerzen ist ein wichtiger Teil der Behandlung der Tumorpatienten. Trotz aller modernen Behandlungsmöglichkeiten gelingt bei einem Teil der Patienten keine befriedigende Schmerzkontrolle. Diese Patienten benötigen eine palliative Schmerztherapie, die dann häufig hochdosierte Morphinpräparate über Infusions- und Pumpensysteme erhalten.

Grundsätze

Vor einer gezielten Schmerztherapie ist das Arzt-Patienten Gespräch und die körperliche Untersuchung sehr wichtig, um Ursache, Lokalisation, Charakter und Stärke der Schmerzen zu erfragen.

Schmerzursachen

  • Nozizeptive - und viscerale Schmerzen durch lokale Infiltration des Tumors oder seiner Metastasen in Knochen und Weichteile
  • Neuropathische Schmerzen durch tumorbedingte Nervenkompression oder Nervendestruktion, aber auch als Therapiefolge (Polyneuropathie nach Zytostatikabehandlung wie z.B. nach Platinpräparaten, Mukositis oder Cystitis nach Methotrexat)
  • Ischämieschmerzen durch tumorbedingte Gefäßkompression oder paraneoplastische Thromboembolien, Lymphödeme
  • Schmerzen durch tumor-/therapiebedingte Begleiterkrankungen

Therapiemöglichkeiten

Wenn möglich, sollte die Therapie von Schmerzen auf die Beseitigung ihrer Ursache ausgerichtet sein. Das bedeutet, dass Schmerzen am besten reduziert werden können, indem der Tumor, Metastasen oder der durch sie bedingten Ödeme oder Ergüsse durch die Krebsbehandlung (beispielsweise durch Operationen oder Strahlentherapie, Punktionen oder Chemotherapie) verkleinert werden.

Bis diese Therapie erfolgreich ist, werden Schmerzen parallel medikamentös bekämpft. Auch psychosoziale bzw. psychoonkologische Maßnahmen spielen bei der Behandlung eine wichtige Rolle.

Evaluation und Dokumentation

Zur Einschätzung der Schmerzintensität und zur Verlaufskontrolle der Schmerztherapie kommen z.B. die Numerische Ratingskala und die Verbale Ratingskala zum Einsatz. Da Schmerz ein subjektives Erleben ist, sollte die Einschätzung nach Möglichkeit immer durch den Patienten selbst erfolgen. Die Numerische Ratingskala schätzt z.B. die Schmerzstärke durch den Patienten auf einer Skala von 0 bis 10 ein; 0 kein Schmerz bis 10 stärkster vorstellbarer Schmerz

Grundsätze der Schmerzbehandlung

Individuelle Therapie

Die Schmerzbehandlung richtet sich nach Art des Schmerzes, Allgemeinbefinden und Therapiewillen des Patienten. Die Patienten werden umfassend über die Behandlungsmöglichkeiten informiert und in die diesbezügliche Entscheidungsfindung einbezogen. Medikamente werden bevorzugt oral – also als Tabletten, Tropfen oder Kapseln – verabreicht. Dadurch behalten die Patienten ihre Unabhängigkeit und können die Schmerzbehandlung selbstständig zu Hause durchführen. Komplementäre Therapien und psychosoziale Maßnahmen können die medikamentöse Schmerzbehandlung je nach individuellen Vorlieben unterstützen.

Fester Zeitplan

Im Alltag werden Schmerzmittel normalerweise akut nach Bedarf eingesetzt. Bei chronischen Schmerzen bzw. Tumorschmerzen ist das anders. Diese werden grundsätzlich präventiv behandelt, d.h. bevor sie auftreten. Es ist daher wichtig, dass die Schmerzmittel nach einem festen Zeitplan eingenommen werden. Meist handelt es sich um länger wirksame Medikamente (sogenannte Retard-Präparate), die keinen raschen Wirkungseintritt haben, dafür aber länger wirken.

Bedarfsmedikation

Trotz der festen Einnahme von verordneten Medikamenten und guter Schmerzkontrolle können bei bestimmten Belastungen (Mobilisation, Treppensteigen, Körperpflege etc) oder auch ohne erkennbare Ursachen plötzliche Schmerzen auftreten. Für diese Fälle benötigen Sie Medikamente, die Sie in diesen Situationen einnehmen können und die eine rasche Schmerzlinderung bewirken.

Die Kombination von langwirksamen Medikamenten mit Einnahme zu festen Uhrzeiten UND die Bedarfsmedikation für akut auftretende Schmerzen führt zu einer effektiven Schmerzlinderung!

Stufenschema

Für eine optimale Schmerzbehandlung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation eine Kombination verschiedener Wirkstoffgruppen. Das Stufenschema umfasst:

WHO Stufe 1: Nicht-Opiate, z.B. Ibuprofen, Metamizol. Kein Nachweis für eine Wirksamkeit von Paracetamol bei Tumorpatienten.

WHO-Stufe 2: Opioide, z.B. Tramadol, Pethidin. Wegen der anfänglich auftretenden Übelkeit sollten diese Patienten für einige Tage ein Medikament gegen Übelkeit erhalten. Die Bedeutung dieser Medikamente in der Schmerztherapie von Tumorpatienten ist inzwischen gering.

WHO-Stufe 3: Opiate, z.B. Morphinsulfat, Hydromorphon, Oxycodon, Fentanyl. Die Applikation ist möglich als Tabletten, Tropfen, Spritzen oder Pflaster in akuter Form oder als retardierte Form. Typische Nebenwirkungen sind Verstopfung (daher verpflichtend Einnahme von Abführmitteln), Übelkeit in den ersten Tagen, Müdigkeit bzw. Sedierung in Abhängigkeit von der Dosierung und Geschwindigkeit der Dosiserhöhung.

Bei unzureichender Schmerzlinderung können weitere Wirkstoffgruppen gegeben werden. Insbesondere bei neuropathischen Schmerzen (Schmerzen, die durch Nervenschäden entstehen) ist eine Kombination mit Neuroleptika oder Antidepressiva sinnvoll.

Schmerztherapie ist eine umfassende Aufgabe, die in unserem onkologischen Zentrum von verschiedenen Fachdisziplinen wahrgenommen wird. Von den chirurgischen Fächern bis zur Palliativstation stellt die Schmerzreduktion eine der wichtigsten Therapieziele in der Tumortherapie dar.

Die Schmerztherapie wird in allen Fachdisziplinen des onkologischen Zentrums im und am Klinikum Gütersloh durchgeführt. Eine eigene Schmerzambulanz besteht nicht. 

Übersicht über Schmerztherapien:

Medikamentöse Therapie

  • Nicht-opioidhaltige Medikamente
  • Opioidhaltige Medikamente
  • Begleitmedikamente
  • Antikörper, Bisphosphonate, Radionuklidtherapie

 

Lokale Behandlung

  • Operation von Tumor und Metastasen
  • Bestrahlung
  • Lokalanästhesie
  • Nervenblockade

Psychosoziale Maßnahmen

  • Psychoonkologische Angebote
  • Entspannungstraining, Autogenes Training
  • Bewegungstherapie

 

Komplementäre Verfahren

  • Lymphdrainage
  • Massagen, manuelle Therapie
  • Krankengymnastik, Bäder, Packungen
  • Aromatherapie

Durch Ihre Behandlung im Onkologischen Zentrum haben Sie Zugang zu den neusten Studien. In diesen Studien werden neue Medikamente oder Medikamentenkombinationen, aber auch verschiedene Dosierungen auf ihre Wirkung überprüft. Zudem werden unterschiedliche Therapiemöglichkeiten von Krebserkrankungen miteinander verglichen. Der Zugang zu den einzelnen Studien ist durch ein strenges Studienprotokoll und Ethikvotum sichergestellt.

Was bringt mir eine Studie?

In der wissenschaftlichen Literatur ist verankert, dass die Durchführung von Studien für viele Krebspatienten zu einem messbaren Überlebensvorteil führt. Dieser empirische Effekt wird nicht für Kliniken oder Zentren beschrieben, die keine Studien durchführen. Grundsätzlich bespricht der Sie betreuende Arzt die Möglichkeit an einer Studienteilnahme ausführlich mit Ihnen. Weitere Informationen über Studien finden Sie auf den Seiten der Deutschen Krebsgesellschaft

 

Studien über das Onkologische Zentrum
Im Rahmen des Onkologischen Zentrums bieten wir unseren Patienten die Teilnahme an Studien an

Onkologisches Zentrum

  • Safety First
    Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsversorgung“, Förderschwerpunkt „Modellprojekt mit vorbereitendem Workshop zur Implementierung und Evaluierung einer Interventionsstrategie zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) bei Patientinnen und Patienten mit oraler Tumortherapie
  • TRADE-hypo
    Thoracic radiotherapy plus Durvalumab in elderly and/or frail NSCLC stage III patients unfit for chemotherapy - employing optimized (hypofractionated) radiotherapy to foster durvalumab efficacy: stu-dy protocol of the TRADE-hypo trial
  • Avanzar
    Study of Datopotamab Deruxtecan (Dato-DXd) in Combination With Durvalumab and Carbopla-tin for First-Line Treatment of Patients With Advanced NSCLC Without Actionable Genomic Alterations (AVANZAR)
  • Pacific 9
    This is a Phase III, randomised, double-blind, multicentre, international study assessing the efficacy and safety of durvalumab (MEDI4736) in combination with oleclumab (MEDI9447) or durvalumab (MEDI4736) with monalizumab (IPH2201) in adults with locally advanced (Stage III), unresectable NSCLC, who have not progressed following platinum-based cCRT.
  • Crisp - NIS-Studie
    Clinical Research platform into molecular testing, Treatment and outcome of non-Small cell lung carci-noma Patients; multizentrisch, prospektiv, offen/unverblindet, Register, dreiarmig


Gynäkologisches Krebszentrum

  • TMMR-Registerstudie
    Nichtinterventionelle, prospektive Registerstudie zur Behandlung des Cervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebses) der Stadien FIGO Ib bis IIa durch nervenschonende totale Mesometriale Resektion und therapeutische Lymphonodektomie nach M. Höckel.
  • STUDIE ENDOMETRIOSE-ASSOZIIERTE MALIGNOME
  • Carolin meets Hanna
    Die Studie “Carolin meets HANNA” der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (NOGGO e.V.) untersucht Langzeitüberlebende mit Eierstockkrebs.
  • TROPHOBLASTTUMOR-REGISTER
    Studie der Organkommission Uterus der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).
  • EMRISK
    In der Studie sollen mithilfe eines Fragebogens patienteneigene Risikofaktoren ermittelt werden, die prädiktiv für die Entwicklung von Übelkeit und Erbrechen unter Chemotherapie sind.
  • ECLAT
    Pelvis and Para-aortic Lymphadenectomy in Patients with Stage I or II Endometrial Cancer with High Risc of Recurrence. A Multicenter, Prospective Randomized Controlled Trial.
  • REGSA
    Deutsche prospektive Registerstudie zur Erfassung der Behandlungspraxis von gynäkologischen Sarkomen in der klinischen Routine
  • AGO-OVAR 28
    Niraparib vs Niraparib in combination with Bevacizumab in patients with carboplatinum-taxane based chemotherapy in advanced ovarian cancer (A mulitcentre randomised phase III trial)
  • HerediCaRE
    Das HerediCaRe-Register dient der Langzeit-Dokumentation von genetischen und klinischen Daten aus der Routineversorgung von Familien mit einer erblichen Belastung für Brust- und Eierstockkrebs, die in einem der Zentren des Deutschen Konsortiums oder in den kooperierenden zertifizierten Krebszentren betreut werden. Hierzu zählen u.a. die Angaben zu der Konstellation von Krebserkrankungen innerhalb der Familie und Informationen über das Vorliegen von Risikofaktoren für Krebs. Zusätzlich werden Daten zum allgemeinen Befinden und Gesundheitszustand sowie zu Früherkennungs- bzw. Nachsorgeuntersuchungen erfasst und wissenschaftlich ausgewertet. Weiterhin wird im Rahmen der Register-Studie auch DNA aus einer Blutprobe der Patientin / des Patienten, eine sogenannte Bioprobe, gewonnen und gelagert. Die DNA wird für eine molekulargenetische Untersuchung eingesetzt und das Ergebnis der Genanalytik ebenfalls dokumentiert und für wissenschaftliche Fragestellungen genutzt.


Brustzentrum

  • Discuss
    Discontinuation of CDK4/6 inhibitors in patients with metastatic HR positive, HER2 negative breast cancer with durable disease control: A randomized lowintervention phase II trial of the AIO working groups breast cancer and quality of life
  • AXSANA
    Bei dieser prospektiven, multizentrischen Registerstudie werden verschiedene leitlinienkonforme Operati-onsverfahren in der Axilla nach neoadjuvanter Chemotherapie verglichen.
  • PERFORM
    Eine ePidEmiologische, pRospektive Beobachtungs-studie zur Erhebung von Evidenz aus der Versorgungsrealität von Patientinnen und Patienten mit HR+/HER2- FOrtgeschrittenem Brustkrebs, die in der Erstlinie gemäß aktuellem Behandlungsstandard mit einer endokRinbasierten Palbociclib-KoMbinationstherapie behandelt werden.
  • Cambria
    Eine Studie zu Camizestrant bei ER+/HER2-Brustkrebs im Frühstadium nach mindestens 2 Jahren zu-sätzlicher endokriner Standardtherapie.
  • ADAPT late
    Eine randomisierte, kontrollierte, offene, adjuvante, an Dynamischen Markern adjustierte, personalisierte Therapiestudie der Phase-III zum Vergleich der Therapie von Abemaciclib plus endokriner Standardtherapie gegenüber alleiniger adjuvanter endokriner Standardtherapie bei Hormonrezeptor-positivem, HER2-Rezeptor negativem Brustkrebs im Frühstadium mit klinisch oder genomisch hohem Risiko für ein Spätrezidiv
  • Mammkarzinom des Mannes
    Registerstudie Magdeburg
  • Breast Cancer in Pregnancy Registerstudie
    Prospektive und Retrospektive Registerstudie der German Breast Group (GBG) zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft mit jungen, nicht schwangeren Patientinnen (<40Jahre) als Vergleichskohorte.


Zentrum für Hämatologische Neoplasien

  • AML-Register
    Klinisches AML-Register und Biomaterialdatenbank der Studienallianz Leukämie (SAL) und der AML Co-operative Group (AML-CG)
  • GMALL-Register
    Prospektive Datenerfassung zu Diagnostik, Behandlung und Krankheitsverlauf der ALL des Erwachsenen und verwandter Erkrankungen in Verbindung mit einer prospektiven Biomaterialsammlung.
  • GMALL-EVOLVE
    Eine randomisierte Studie für 18-55 (65) jährige Patienten mit neu diagnostizierter Ph+ ALL
  • CLL-16
    Eine prospektive, offene, multizentrische, randomisierte Phase-3-Studie zu Acalabrutinib, Obinutuzumab und Venetoclax (GAVe) im Vergleich zu Obinutuzumab und Venetoclax (GVe) bei zuvor unbehandelten Patienten Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL und Risikofaktoren (17p-deletion, TP53-mutation oder komplexer Karyotyp)
  • ARIADNE
    1st line oder ≤ 2nd line palliativ

 

Viszeralonkologisches Zentrum

  • ColoPredict Plus 2.0 Register
    Retro- und prospektive Erfassung der Rolle von MSI und KRAS für die Prognose beim Kolonkarzinom im Stadium I-III
  • RAMIRIS
    RAMIRIS ist eine offene, multizentrische, randomisierte Phase-II-Studie, die Patienten mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem, nicht resektablem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs einschließt, deren Erkrankung während oder innerhalb von 6 Monaten nach einer Platin/Fluoropyrimidin-basierten Erstlinien-Chemotherapie (mit oder ohne Anthrazyklin oder Taxan) progredient ist.


Uroonkologisches Zentrum

  • PCO-Studie
    In der PCO-Studie wird erstmalig die Lebensqualität von Patienten mit Prostatakarzinom mit einem weltweit einheitlichen Patientenfragebogen gemessen.
  • Nieren Tumor Studie Klinikum Region Hannover
    Das primäre Studienziel ist eine Analyse der Rate an Komplikationen ≥ Grad III nach Clavien-Dindo nach Operationen bei Patientinnen und Patienten mit Nierenzellkarzinom in Abhängigkeit vom gewählten Operationsverfahren und dem R.E.N.A.L.-Score.
  • Zystektomie Register Studie Klinikum Region Hannover      
    Das primäre Studienziel ist eine Analyse der Rate an Komplikationen ≥ Grad III nach Clavien-Dindo nach radikaler Zystektomie bei Patientinnen und Patienten mit Urothelkarzinom der Harnblase.

 

 

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft können Patienten darauf vertrauen, dass in zertifizierten Zentren die höchste Behandlungsqualität durch ein interdisziplinäres Team gewährleistet wird. Alle Zentren mit einer DKG Zertifizierung müssen jährlich in einem Audit nachweisen, dass sie die fachlichen Anforderungen zur Behandlung von Krebserkrankungen erfüllen und ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem etabliert haben.

Berufsgruppenübergreifende Qualitätszirkel verfolgen das Ziel, aktuelles Wissen zur Erkrankung und Behandlung von Krebserkrankungen auszutauschen, Optimierungen in der Behandlung vorzunehmen und die Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Gütersloh und den niedergelassenen Ärzten auszubauen. So wurden im Onkologischen Zentrum verschiedene Behandlungspfade zu Erkrankungen wie Blut-, Nieren- oder Magenkrebs erarbeitet. Sie stellen die Basis der berufsgruppenübergreifenden Behandlung dar, indem sie von der Diagnostik, über die verschiedenen Therapien den Prozess für den betroffenen Patienten abbilden.

Das Onkologische Zentrum Gütersloh ist im Sommer 2014 erfolgreich durch Onkozert (Prüfungsinstitut der Deutschen Krebsgesellschaft) zertifiziert worden.

Das Onkologische Zentrum Gütersloh fasst als Dachorganisation die bestehenden Organtumorzentren und weitere onkologische Bereiche des Klinikum Gütersloh zusammen. Dazu gehören

 

Ansprechpartnerin

Monika Ossig

Tel.: 05241-83 25116
E-Mail: monika.ossig@klinikum-guetersloh.de

 

 

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