Helena Förster ist stolz, auf das, was sie in den letzten Jahren erreicht hat. „Ich habe mich nicht nur äußerlich, sondern zuerst innerlich verändert. Ich stehe zu meinen Wünschen und traue mich, sie umzusetzen“, erklärt sie.
Der Weg dahin war kein leichter. „Ich habe zwei tolle Kinder auf die Welt gebracht, aber ich sah danach einfach nicht mehr so aus, wie ich mich selbst kannte“, erklärt die 51-jährige. „Jede Hose war am Bauch zu eng. Der erste Schritt war eine Ernährungsumstellung, dadurch ist mein Bauch zwar geschrumpft, aber es blieb eine hängende Hülle, die auch durch Diäten einfach nicht kleiner geworden ist. Die Hosen haben immer noch nicht gepasst und ich wollte nicht für den Rest meines Lebens in Miederhosen eingequetscht sein.“
Nach intensiver Beratung hat sie sich für eine Bauchdeckenstraffung entschieden. Bei diesem Eingriff werden überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt und die Bauchmuskulatur gestrafft, um wieder eine flachere Kontur zu erreichen.
Dr. Demmer ist Chefarzt für Plastische-, Ästhetische und Handchirurgie am Klinikum Gütersloh und ein renommierter Facharzt auf diesem Gebiet: „Bei einer Bauchdeckenstraffung, der sogenannten Abdominalplastik, können neben der Straffung der Haut auch die geraden Bauchmuskeln zusammengeführt werden, das bedeutet für die Patientinnen nicht nur ein verändertes Aussehen, sondern auch eine andere Lebensqualität.“
Nach einer starken Gewichtsabnahme kommt die natürliche Elastizität der Haut oft nicht nach, erklärt der Spezialist. „Durch eine Überdehnung in der Schwangerschaft oder eine starke Gewichtsreduktion kann die natürliche Elastizität der Haut gestört sein, die Folge ist ein überhängender Hautmantel, der sehr störend sein kann. Im Schwimmbad, bei Intimität, aber auch in medizinischer Hinsicht, weil sich aufgrund der geringen Luftzufuhr Entzündungen in der Hautfalte bilden können.“
Im Fall von Helena Förster hat die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Operation aus medizinischen Gründen übernommen. „Die Operation war für mich ein ganz wichtiger Schritt, um mich wieder gesund und wohl zu fühlen, aber nicht der einzige, ich habe angefangen ganz gezielt meine Muskeln zu trainieren und Fitness aufzubauen.“
Aus Sicht von Chefarzt Dr. Demmer sind Sport und die richtige Ernährung ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Operation: „Die Operation ist ein chirurgischer Eingriff, den man nicht unterschätzen sollte. Deshalb ist eine gute Beratung über Chancen und Risiken so wichtig und körperliche Fitness trägt ganz wesentlich zu einem guten Ergebnis bei.“
Inzwischen hat Helena Förster ihr Training zum Beruf gemacht. Sie ist zertifizierte Fitnesstrainerin, arbeitet in einem Studio und möchte sich in Zukunft selbständig machen. „Das war für mich ein Riesenschritt, nicht mehr angestellt in einer Zahnarztpraxis zu arbeiten und mich zu trauen, ganz neu zu starten, aber es hat sich total gelohnt. Es macht mich glücklich, jeden Tag, das zu tun, was ich liebe.“
Sie möchte andere Frauen darin bestärken, sich selbst etwas zuzutrauen und die eigenen Wünsche ernst zu nehmen. „Ich habe nichts gegen Body Positivity, ich finde es gut, dass Menschen zu ihrem Körper stehen können und wollen. Ich wollte mich in meinem Körper wieder zuhause fühlen und mein Leben verändern, wieder selbstbestimmt sein, ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe.“


