Wundmanagement

Patienten mit schlecht heilenden Wunden (wie etwa durch Dekubitus, diabetischer Fuß, Ulcus cruris) werden im Klinikum durch ein professionelles Wundmanagement versorgt. Für jeden Betroffenen wird ein individuelles Therapiekonzept erarbeitet, in dem aktuelle Erkenntnisse der modernen Wundbehandlung zum Tragen kommen.

Standardisiertes Therapieverfahren
Das Wundmanagement im Klinikum ist stationsübergreifend und interdisziplinär angelegt. Speziell ausgebildete pflegerische Wundexperten  sowie ein Chirurg können von Ärzten und dem Pflegepersonal der Stationen im Rahmen eines Wundkonsildienstes und einer Wundsprechstunde unterstützend hinzugezogen werden. So wird gewährleistet, dass alle Fachdisziplinen die Leistung des Wundmanagements in Anspruch nehmen können und hausintern ein standardisiertes Therapieverfahren im Sinne des Patienten umgesetzt wird.

Termine zur Wundsprechstunde erfolgen nach telefonischer Vereinbarung.

Wunden werden als chronisch bezeichnet, wenn sie 8 – 12 Wochen nach ihrem Entstehen trotz Therapie keine Heilungstendenzen aufweisen. Die häufigsten chronischen Wunden sind:

  • Druckgeschwür (Dekubitus)
    Entsteht infolge großer Druckbelastung durch langes Liegen oder Sitzen und ist oft am Gesäß lokalisiert. Druckgeschwüre an den Fersen können sich auch als Folge einer dauerhaften Reibung, z.B. auf der Matratze, entwickeln.
  • Ulcus (Geschwür) am Fuß infolge eines Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“).
    Bedingt durch den Diabetes mellitus kann es zu Nervenschädigungen und / oder Durchblutungsstörungen kommen. Kleinere Hautverletzungen werden hierdurch zu spät bemerkt und können sich zu größeren Hautdefekten entwickeln.
  • Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür, „offenes Bein“).                           
    Eine der häufigsten Ursachen für ein Ulcus cruris sind Krampfadern und/oder andere Durchblutungsstörungen der Beine.