Zertifizierung erfolgreich bestanden

Das Klinikum Gütersloh bietet Spitzenversorgung gegen den Krebs

Das Klinikum Gütersloh hat sich erfolgreich zum Onkologischen Zentrum nach den strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. In Ostwestfalen hat das Haus mit dieser Zertifizierung ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Insgesamt gibt es nur zehn solcher auf Krebserkrankungen spezialisierten und zertifizierten Zentren in Nordrhein-Westfalen, wie etwa in Münster oder Bochum. 64 Onkologische Zentren sind deutschlandweit an Kliniken und Universitätskliniken angedockt. Nur die Hälfte der deutschen Universitätskliniken hat das Siegel der deutschen Krebsgesellschaft erworben „Wir sind sehr stolz, dass wir dieses wichtige Ziel mit gemeinsamem Engagement erreicht haben“, sagt Zentrumsleiter PD Dr. Gero Massenkeil.

Aufwändiges Zertifizierungsverfahren

Seit drei Jahren hat sich das interdisziplinäre Team auf das herausfordernde Prüfungsverfahren vorbereitet und am Klinikum die nötigen Strukturen und Behandlungspfade für Patienten etabliert. Nach dem zweitägigen Auditverfahren durch das von der Deutschen Krebsgesellschaft beauftragte unabhängige Institut Onkozert gab es ausschließlich positive Rückmeldungen. „Wir haben ein hervorragend aufgestelltes Zentrum mit sehr engagierten Mitarbeitern erleben können, das auf sehr guten Strukturen aufbaut“, lobte der Prüfer Prof. Dr. Gerhard Jakse. Die Auditoren bescheinigten dem Onkologischen Zentrum am Klinikum Gütersloh Anfang Juli eine sehr gute Erfahrung und Qualität bei der Behandlung von Krebserkrankungen und sprachen ohne eine einzige Abweichung die Empfehlung zur Erstzertifizierung aus. Im August wurde das Zertifikat offiziell übergeben.

Starkes Netzwerk – Fachdisziplinen behandeln gemeinsam

In einem Onkologischen Zentrum werden verschiedene Tumorarten unter einem Dach interdisziplinär behandelt, während die Organtumorzentren auf einzelne Krebserkrankungen spezialisiert sind. Das Onkologische Zentrum Gütersloh fasst als Dachorganisation die bestehenden Organtumorzentren und weitere onkologische Bereiche des Klinikum Gütersloh zusammen. Dazu gehören das Darmkrebs-Zentrum, das Gynäkologische Krebszentrum, das Kooperative Brustzentrum am Klinikum Gütersloh und das Prostatakarzinom Zentrum. Gemeinsam mit den onkologischen Praxen und weiteren niedergelassenen Partnern versorgt das Zentrum seine Patienten im Kreis Gütersloh ambulant und stationär. Eine wichtige Rolle spielen die fachübergreifenden Disziplinen wie Onkologie, Chirurgie, Strahlentherapie, Pathologie, Radiologie, Psychoonkologie, Palliativmedizin, Nuklearmedizin, Gynäkologie, Urologie und Gefäßmedizin und viele weitere unterstützende Einrichtungen. Geschäftsführerin Maud Beste: „Alle unsere Fachärzte aus unterschiedlichen Bereichen stehen für jeden Patienten zur Verfügung.“

Patienten werden individuell betreut – Teilnahme an aktuellen Studien

„Uns liegt es sehr am Herzen, die individuellen Besonderheiten jedes Patienten in die Therapieplanung einzubeziehen und ihn umfassend zu versorgen“, sagt Dr. Massenkeil. „Dazu brauchen wir den fachübergreifenden Austausch“. Jede neue Tumorerkrankung und wichtige Veränderungen im Krankheitsverlauf werden in der wöchentlich stattfindenden Interdisziplinären Tumorkonferenz von einem Team aus Ärzten verschiedener Fachdisziplinen diskutiert. Unter Einbezug der Angehörigen wird gemeinsam für den Patienten die beste Behandlungsmöglichkeit ausgewählt. Durch die Beteiligung des Klinikum Gütersloh an deutschlandweiten und internationalen Studien profitieren Krebspatienten von der Erfahrung führender Krebszentren. „Als Onkologisches Zentrum sind unsere Behandlungsabläufe sehr eng miteinander verknüpft, um unseren Patienten schnellstmögliche Behandlung nach aktuellem Therapiestandard zu ermöglichen“, sagt Dr. Gero Massenkeil.