Diagnose Gebärmutterkrebs

Der Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung des weiblichen Genitals. Häufig wird die Erkrankung in einem Frühstadium diagnostiziert und hat in dieser Phase eine sehr gute Heilungschance. Mit der primären Behandlung (Operation) werden die wichtigsten Weichen für den weiteren Krankheitsverlauf gestellt. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) betroffenen Patientinnen die Behandlung in einem zertifizierten Gynäkologisches Krebszentrum der DKG durchführen zu lassen.

In unserem Gynäkologischen Krebszentrum der DKG werden diese Operationen unter der Leitung von spezialisierten Fachärzten für gynäkologische Onkologie durchgeführt. Ein hohes Maß an operativer Erfahrung und die optimale Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen gewährleisten unseren Patientinnen sehr gute Langzeitergebnisse bei niedriger Komplikationsrate.

Welche Symptome gibt es bei Gebärmutterkrebs?

Folgende Symptome sind auffällig und sollten Sie stets dazu veranlassen den behandelnden Frauenarzt aufsuchen:

  • Jede Blutung nach den Wechseljahren
  • Ungewöhnlich starke Periodenblutungen oder Zwischenblutungen

Zur Diagnose des Endometriumkarzinoms wird eine Ultraschalluntersuchung, eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) und eine Ausschabung (Abrasio) durchgeführt. Entnommene Gewebsproben werden anschließend mikroskopisch untersucht

Die wichtigste Behandlungsmethode ist die Operation, die in unserem Gynäkologischen Krebszentrum von erfahrenen Fachärzten für gynäkologische Onkologie geleitet wird. Unser Vorgehen richtet sich dabei nach den Empfehlungen der Deutschen Krebsgesellschaft. Die Ausdehnung des Eingriffes ist abhängig von der Tumorausbreitung und den Eigenschaften des Tumors (Tumorstadium) und wird während der Operation festgelegt. Grundsätzlich sind folgende operative Eingriffe vorgesehen:

  • Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) mit beiden Eierstöcken
  • Entfernung der Lymphknoten im kleinen Becken und entlang der großen Bauchgefäße 


Im Gynäkologischen Krebszentrum im Klinikum Gütersloh kann eine solche Operation auch endoskopisch (Schlüssellochchirurgie) ohne einen großen Längsschnitt durchgeführt werden. Dies führt zu weniger negativen Langzeitfolgen und schnellerer Erholung der Patientinnen. Der Krankenhausaufenthalt ist nahezu auf die Hälfte verkürzt. Notwendige Nachbehandlungen können somit kurzfristig nach der Operation erfolgen.
Diese Eingriffe können nur in endoskopisch hochspezialisierten Kliniken durchgeführt werden.

In Abhängigkeit des Tumorstadiums und/oder bei Vorliegen von Risikofaktoren kann eine 

  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie
  • Hormontherapie

notwendig sein.

In frühen Tumorstadien ist die Operation als alleinige Therapie ausreichend.
Das weitere Vorgehen wird für jede Patientin individuell in einer interdisziplinären Tumorkonferenz und in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden niedergelassenen Frauenarzt festgelegt.

Anmeldung zur Sprechstunde/Operation – auch Zweitmeinung
Chefärztin Dr. med. W. Ruhwedel
Telefon: 05241-8324-102 (Chefarztsekretariat)