Stripping

Bei der klassischen Stripping-Operation wird die erkrankte sogenannte Stammvene entweder in der Leiste oder in der Kniekehle über einen Hautschnitt dargestellt, einmündende Seitenvenen werden entfernt, und die Stammvene wird mit einer Sonde aufgefädelt. Die Sonde muß über einen zweiten, kleinen Schnitt im Verlauf des Beines, häufig am Innen- oder Außenknöchel, wieder ausgeleitet werden. Wenn man dann an der Sonde zieht, wird die erkrankte Vene aus dem Gewebe herausgezogen und somit vollständig entfernt. Sichtbare Krampfadern in der Nachbarschaft, die sogenannten Seitenäste werden dann zumeist über kleine Stiche mit Hilfe eines kleinen Häkchens ebenfalls vollständig entfernt; diesen Schritt nennt man „Seitenastexhairese“.

Nach einer Stripping-Operation, die ambulant oder stationär in Vollnarkose erfolgt, muß für sechs Wochen ein Leisten- oder Unterschenkel-langer Kompressionsstrumpf getragen werden. Durch unvermeidliche Blutergüsse und Schmerzen im Verlauf des Beines besteht meistens eine Arbeitsunfähigkeit von einer Woche Dauer, je nach beruflicher Belastung auch länger.

Die Stripping-Operation ist sehr radikal, aber wirksam, und stellt bei vielen Patienten je nach individuellem Befund nach wie vor die Methode der Wahl dar.

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